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Die Übriggebliebenen

Die Übriggebliebenen

Das letzte Jahr ist verflogen für mich. Verfliegt die Zeit bei euch auch so? Irre. Und manchmal hab ich das Gefühl, dass ich vor einem Jahr alles noch einen Tick bewusster wahrgenommen habe. Alles schneller und alles ein bisschen weniger und doch immer mehr. Wie hängen diese Dinge zusammen? Bedingen sie sich gegenseitig? Alles eins oder doch völlig unabhängig?

Das ist der Kern des neuen Albums. Die Zeit fliegt und wir bleiben zurück. Die Zeit frisst und frisst, jeder Tag wie der letzte, nur weniger. Was bleibt? Wer bleibt? Ausgangspunkt für diese Idee waren ein paar Schicksale, die sich mir im letzten Jahr immer wieder aufdrängten. Z.B. Ein Banker, der verdammt gut ist in dem, was er tut: Wasser zu Wein machen und uns Investitionstips geben möchte. Zeit ist Geld. Ein Jugendlicher und seine Träume, das Öl der Maschinerie. Midas und immer wieder der Coyote, der Roadrunner jagt, wie wir Momente, tausend Tode sterbend. Alles Übriggebliebene. Die sich fragen, was sie dagegen tun können, dass es ein Ende gibt. Dass am Ende so wenig übrig bleibt. Die es nicht einsehen wollen, dass sie mit der Zeit weniger werden sollen. Was bleibt übrig bei all der Völlerei? Wer bleibt? Was bleibt? Alles aber nicht aber trauernd, wehmütig gefragt, sondern neugierig, weil irgendwie gehts mir oft genauso. Euch?

Bevor es ins Studio geht, werden wir die Songs am 25.3. im Milla Live-Club in München vorstellen. Die Musik hab ich dieses Mal überwiegend mit den Jungs aus der Band (Chris, Wolfgang und Ben) geschrieben. Aber natürlich sind auch Songs mit Amadeus dabei. Außerdem wird es auch Songs geben, die aus einer wunderbaren EP stammen, die ich gerade zusammen mit Benedikt Maile schreibe. Ich freu mich.