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Aus der Steppe

Aus der Steppe

Die andere Begegnung von der ich euch erzählen wollte, ist die mit Thomas. Thomas wer? Thomas Hien. Da werden wir auf ein kleines Sommerfest von einem befreundeten Schauspieler eingeladen, freuen uns, kommen an, tauchen ein, essen und trinken, und zugegeben nach und nach verlor ich etwas den Faden des Abends. Irgendwann sitz ich am Tisch, kau auf nem Pizzarand (Der Rand ist das Beste!) rum und plötzlich packt der neben mir die Gitarre und fängt an. Und auf einmal packt mich der Faden und zieht mich aus der Tiefe hinauf und Boom. Stellt sich raus, das war Thomas von CHRIS UND THOMAS. Hatte ich bis dahin nicht gehört. Aber nachdem er BROKEN CHAIR von ihnen gespielt hatte, wusste ich, dass ich in letzter Zeit viel zu viel Hip Hop gehört hab. Boah, war das stark, war das dicht, war das präzise, war das schön. Seitdem hab ich mich durch die Diskographie der beiden gehört und kann sie nur empfehlen. Handwerk vom feinsten. Musik fürs Herz. Thomas lebt in Bayern und Kalifornien und macht zum Glück derzeit wieder vermehrt in Deutschland. Haltet die Ohren offen! Ganz stark.

Sowas von da.

Sowas von da.

Jetzt hat es doch etwas gedauert. Das Ende vom Semester war sportlicher als gedacht. Übungsblätter, Vorlesungen, Übungen und dann auch noch engagierte Studierende! Irre! Was ist denn eigentlich los? Viel was es zu berichten gibt, aber alles zu seiner Zeit. Erst einmal wollte ich von ein paar Begegnungen erzählen, die ich in letzter Zeit hatte. 

Den Anfang mach ich heute mit Lydia Daher. Lyrikerin und Musikerin (www.lydiadaher.de). Sie war eine der Autorinnen, die beim letzten „Junge Literatur aus Europa“ dabei waren. Meine Fresse, ist die unaufgeregt und da. Lydia lebt in Berlin und Augsburg und hat uns an dem Abend u.a. aus ihren Büchern KEIN TAMTAM FÜR DIESEN TAG und INSGESAMT SO, DIESE WELT vorgelesen. Richtig schöne Gedichte, die bei mir sofort den Projektor angeworfen und die weißen Wände in meinem Kopf gefüllt haben. Aber bevor ich groß rumschreibe, hier eine kleine Kostprobe:

Raubtiernacht, sagen die einen.

Gute Nacht, sagen die anderen.

Und immer schneller vergrößert

der Raum sich.

Cool, oder? Lydia ist bei Trikont und macht neben ihren Texten auch noch gute Musik, die mir natürlich gefällt, weil auch da der Text nicht nur Füllmaterial zwischen den Hit-Refrains ist. UND: Sie war schon für das Goethe-Institut unterwegs, u.a. in Algier und Hongkong, was ja meines Erachtens neben Sportfunktionär die wahrscheinlich coolste Sache ist, die man so machen kann. Pluspunkt hier: das FBI interessiert sich nicht für Dich und Du kommst rum im Zeichen der Sprache. Fett. So oder so, hört sie euch an, wenn ihr die Gelegenheit habt! Tip: Gerade läuft in Nürnberg (Studio im Zumikon) eine Kunststellung mit Werken von ihr.

Das Foto zum Post habe ich auf dem Off-Munich-Festival aufgenommen. Mehr dazu bald.